Besprechung
Gabriele Harhoff. Grenzen der Skopostheorie von Translation und ihrer praktischen Anwendbarkeit
Frankfurt am Main-Bern-New York-Paris: Peter Lang, 1991. 180 Seiten ISBN 3-631-43707-2 DM 70,-. (Anglo-American Forum, 21).

Rezensiert von Christiane Nord
Heidelberg

Inhaltsverzeichnis

Nach einer kurzen Einleitung, in der die gegenwärtige Situation der Übersetzungswissenschaft skizziert und das Ziel der Untersuchung dargelegt wird (S. 1- 3), geht die Autorin auf das Verhältnis zwischen Theorie und Praxis "in der Übersetzungswissenschaft" [sic] (S. 4-9) und auf verschiedene Definitionen des Übersetzungsbegriffs (Reiß/Vermeer, Diller/Kornelius, Hönig/Kußmaul gegenüber Oettinger und Koller) ein (S. 10-13). Unter der Überschrift "Zum allgemeinen Sprachbegriff in der Übersetzungswissenschaft" behandelt sie dann ausführlich den Zeichenbegriff Saussures, die Dichotomie Kompetenz/Performanz bei Chomsky und ein buntes Kaleidoskop mehr oder weniger pragmatisch orientierter Ansätze der Sprach- oder besser Kommunikationsbetrachtung innerhalb und außerhalb der Übersetzungswissenschaft (u.a. Reiß/Vermeer, Gipper, Vermeer, Diller/Kornelius, die Sapir/Whorf-Hypothese, Wandruszka, Hönig/Kußmaul, Coseriu, Habermas) und läßt auch die handlungstheoretische Ausrichtung (Hüllen, Pike, Frese) und die Sprechakttheorie (Searle, Austin, Wunderlich) nicht aus. Ein eigenes Unterkapitel ist den "außersprachlichen Determinanten" (Reiß 1971) und der Behandlung dieses Aspekts bei Hönig/Kußmaul (1982) gewidmet (S. 14-60).

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