Die Einheit der Welt

Die Qi-Theorie des Neo-Konfuzianers Zhang Zai (1020–1077)

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Der Neo-Konfuzianismus bildet mit seinen verschiedenen Strömungen die wichtigste Geistesschule des imperialen China seit der Song-Zeit (960-1279). Er entstand als Reaktion auf die das chinesische Denken in den Jahrhunderten vorher stark beeinflussenden Schulen des Buddhismus und des Neo-Daoismus und versteht sich selbst als eine Rückkehr zu der Essenz der ursprünglichen konfuzianischen Lehre vor der Han-Zeit (206 v.u.Z.-221 n.u.Z.). Wesentliche Elemente in den Theorien der beiden gegnerischen Schulen wurden aber vom Neo-Konfuzianismus absorbiert und haben ihn ohne Zweifel bereichert und neue Elemente in den Konfuzianismus getragen.
Zhang Zai gehört zu den wichtigsten Vertretern des Neo-Konfuzianismus. Er hat dem Begriff Qi erstmals innerhalb der konfuzianischen Schule eine zentrale Bedeutung gegeben. Qi ist ein ontologischer Begriff, der in der Lehre Zhang Zais auf die eine, alle Dinge konstituierende Substanz verweist, deren unaufhörlicher Prozeß des Verdichtens und Zerstreuens das Entstehen und Vergehen der Dingen hervorruft. Einzelding und Universum sind wesentlich gleich, denn sie finden ihre Einheit in der Substanz Qi. Der Mensch hat die Fähigkeit und Aufgabe, im Erkenntnisprozeß die Einheit der Welt zu erfassen und die als ein wesentlicher Aspekt dem Qi immanenten sittlichen Prinzipien (Li) im Denken und Handeln zu verwirklichen. So wird er zum Weisen und erlangt die höchste Stufe des menschlichen Seins.
[Bochumer Studien zur Philosophie, 23]  1996.  iv, 349 pp.
Publishing status: Available | Original publisher: B.R. Grüner Publishing Company | Language: German
Table of Contents
Einleitung
4
1. Einige Vorbemerkungen zu Zhang Zai und der Entstehung seiner Lehre
11
2. Eine begriffsgeschichtliche Betrachtung des Qi vor Zhang Zai
22
2.1. Die Zeit vor der Han-Dynastie
22
2.2. Von der Han-Zeit bis zur Tang-Zeit
44
2.3. Eine Charakterisierung des Qi vor Zhang Zai
63
3. Qi als Grundsubstanz des Universums in der Lehre Zhang Zais
65
3.1. Tai He und Dao: Die harmonische Struktur des Universums
68
3.2. Tai Xu (Große ≪Leere≫)
72
3.3. Yin und Yang: Der Transformationsprozeß im Universum
107
3.4. Li und Dao: Die Ordnung im spontanen Prozeß des Universums
114
3.5. Shen: Die geheimnisvolle Wirkkraft im Universum
120
3.6. Das sittliche Wesen des Universums und der Einzeldinge
128
3.7. Eine Charakterisierung des Qi bei Zhang Zai
137
3.8. Qi-Theorie und Ontologie
160
3.9. Wang Fuzhis Theorie des Qi auf der Basis Zhang Zais und seine Theorie der Beziehung von Li und Qi als Reaktion auf Zhu Xi
186
4. Die sichtbare Welt des verdichteten Qi
198
4.1. Der dialektische Charakter des Qi-Prozesses im Universum
200
4.2. Beobachtungen konkreter Naturprozesse
209
4.3. Die Natur als eingeschränktes Erkenntnisobjekt
251
5. Der Mensch als das über die Naturwelt hinausgehende Kulturwesen
254
5.1. Die Voraussetzungen und Möglichkeiten des Menschen: Natur (Xing) und Geist (Xin)
255
5.2. Der Kultivierungsprozeß zur Stufe des Weisen
258
6. Der Gedanke der Einheit von Mensch und Universum in der Qi-Theorie
294
6.1. Die universale Bedeutung der sittlichen Normen
294
6.2. Die Erlangung der Einheit durch den Menschen
305
Bibliographie
313
Index chinesischer Begriffe
329
Index der Personennamen
336
Glossar
343
Subjects

Philosophy

Philosophy
BIC Subject: HP – Philosophy
BISAC Subject: PHI000000 – PHILOSOPHY / General
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