Über Beweise und Beweisarten bei Wilhelm Ockham

| Ruhr-Universität Bochum
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ISBN 9789027272164 | EUR 125.00 | USD 188.00
 
Die Arbeit versucht über drei, eigens gekennzeichnete und für Wilhelm Ockham (1285–1347) ausgewiesene Beweisarten (Induktion, Überredungsbeweis, Widerlegungsbeweis), die in einer Fülle von Beispielen dokumentiert werden, die Begründung seiner z. T. berüchtigten oder unverstandenen Thesen in ihrer Gesamtheit darzulegen. Sie zeigt, dass alle bekannten Stichworte und Schlüsselwörter bzw. Maximen wie notitia intuitiva, Omnipotenzprinzip, Ökonomieprinzip, daneben technische Begriffe wie consequentia, ratio, Kontradiktion, suppositio und ontologische, darunter forma, substantia, accidens, species, qualitas, quantitas, materia, mit diesen Argumentationsweisen in Zusammenhang stehen, genauer: von ihnen abhängen. Es ergibt sich, dass Ockham jeweils sehr spezielle und inhaltlich äußerst begrenzte Beweisziele verfolgt, deren Gesamtgeflecht in einer großen Struktur besteht, für die ein normaler logischer Beweismodus nicht mehr gelten kann. Die reale Geltung von Sätzen und Begriffen ist für Ockham unbestritten, doch bestreitet er, dass eine solche Annahme aus dem Verhältnis der Begriffe und danach der Aussagen abgeleitet werden könne. Er widerlegt die scholastischen Thesen, die das besagten.

There are three kinds of demonstration (induction, persuasion, and disproof) to be found in the writings of William Ockham (1285-1347) which are the base of his theses (opiniones) so often attacked or misunderstood in ancient and modern times. Famous key words such as intuitive cognition, the principles of omnipotence and economy, side by side with technical terms as consequentia, ratio, contradictio, suppositio, and ontological ones like forma, substantia, accidens, species, qualitas, quantitas, materia, and equally Ockham’s counter-arguments against Aristotelian and scholastic maxims essentially depend on these types of ratiocination. Ockham’s many proofs are especially ingenious and they generally have wide and unexpected consequences for reasoning. But the common pattern of deduction has been abandoned. While he acknowledges the validity of propositions and notions in the physical world Ockham denies that it can be proved as a statement for its own. Sometimes he even refutes it as a corollary of philosophical misconceptions.

[Bochumer Studien zur Philosophie, 53]  2013.  x, 727 pp.
Publishing status: Available | Language: German
Table of Contents
Einleitung
1–33
1. Das Verhältnis der Begriffe bei Ockham
35–75
2. Suppositionslogische Identität und Kontingenz
77–120
3. Zum Verhältnis der Satzformen
121–165
4. Fides et scientia
167–209
5. Aus dem Innern Gottes
211–259
6. Theologie und Logikbegriff
261–310
7. Formbegriff und reale Wahrheit
311–365
8. Glaube und Welt. Im Vorhof der Naturphilosophie
367–417
9. Ontologie und Induktion
419–464
10. Beweis, Satz, Akt
465–505
11. Abstraktion und scholastischer Beweiszweck
507–549
12. Verflechtung und Abgrenzung der Akte
551–591
13. Naturgrund und Realerkenntnis
593–634
14. Widerspruch und accidens
635–679
Nachwort
681–704
Literaturverzeichnis
705–717
Namenregister (Mittelalter)
719–720
Namenregister (Neuzeit)
721–723
Sachregister
725–727
Subjects

Philosophy

Philosophy
BIC Subject: HPCB – Western philosophy: Medieval & Renaissance, c 500 to c 1600
BISAC Subject: PHI011000 – PHILOSOPHY / Logic
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